Wirtschaftsarten

Gewerbe

Als Gewerbetreibender gilt, wer, mit dem Ziel Gewinn zu machen, regelmäßig und eigenständig Waren oder Dienstleistungen verkauft. Der Gesetzgeber umschreibt diese Bedingungen mit den Begriffen „Selbstständigkeit, Nachhaltigkeit, Gewinnerzielungsabsicht und Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr“. Der Gewerbetreibende muss sein Gewerbe bei den amtlichen Stellen der Kommune gegen eine Gebühr anmelden.

Bei der gewerblichen Tätigkeit werden drei Arten unterschieden: das stehende Gewerbe, das Reisegewerbe und der Marktverkehr. Die Gründung eines Gewerbebetriebes muss daher den jeweils spezifischen gewerberechtlichen Voraussetzungen genügen, die in den entsprechenden „Titeln“ der Gewerbeordnung geregelt sind.

Steuerlich unterliegt der Gewerbebetrieb bestimmten Auflagen, wie z.B. der Abgabe von Gewerbesteuern.

Handwerk

Handwerksbetriebe sind grundsätzlich Gewerbebetriebe, deshalb gelten zunächst einmal die gleichen Regelungen wie generell für alle Gewerbebetriebe. Doch aus zum Teil historischen Gründen unterliegt das Handwerk besonderen Bestimmungen, die vor allem in der Handwerksordnung beschrieben werden. Strenge Zulassungsvorschriften sollen die Erhaltung des Leistungsstandes und die Sicherung des Nachwuchses gewährleisten. Da der Inhaber eines Handwerksbetriebes auch Kaufmann sein kann, gelten hier neben Gewerbe- und Handwerksordnung auch die Bestimmungen des Handelsgesetzbuches.

Freie Berufe

Die Ausübung freier Berufe wird nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts als „freie wissenschaftliche, künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit höherer Art“ und „persönliche Dienstleistung höherer Art, die eine höhere Bildung erfordert“ definiert.

Die Abgrenzung von der gewerblichen Tätigkeit wird in der Praxis streng gehandhabt, da eine freiberufliche Tätigkeit unter anderem steuerliche Vorteile bringt. So ist der Freiberufler im Unterschied zum Gewerbetreibenden auch nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Berufsrechtliche Regelungen für künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeiten liegen nicht vor. Dagegen unterliegen Architekten, Ingenieure, Heil- und Heilhilfsberufe, Ärzte, Tätigkeiten der Zahnheilkunde, Heilpraktiker, Hebammen, Rechtsanwälte, Rechtsbeistände, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte sowie Wirtschaftsprüfer, ganz besonderen Zulassungsbestimmungen. Fachlichen Beistand, bei Schwierigkeiten mit der Einstufung Ihrer Freiberuflichkeit bzw. mit dem Finanzamt, erhalten Sie durch das IFB, Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater.

Landwirtschaft

Junglandwirte werden bei der Übernahme des Hofes vom Bund und dem Land Bayern gefördert. Die Nachfolge soll durch die erhöhte Förderung von betriebswirtschaftlich sinnvollen Investitionen bei der Hofübernahme erleichtert werden. Nähere Informationen und Anträge finden Sie bei den Ämtern für Landwirtschaft und Ernährung in Bayern.